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HÎNBÛN - Bildungs- und Beratungszentrum für Frauen und ihre Familien
HÎNBÛN - Bildungs- und Beratungszentrum für Frauen und ihre Familien
Brunsbtteler Damm 17
13581 Berlin
Telefon +49 30 336 66 62
Fax +49 30 335 69 36

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WAS IST HÎNBÛN ?


Der Name des Internationalen Bildungs- und Beratungszentrums für Frauen und ihre Familien „HÎNBÛN“ ist ein Wort aus der kurdischen Sprache mit der Bedeutung: “Lernen - Neues erfahren”.

HÎNBÛN ist ein Ort interkulturellen Lernens, wo deutsche Frauen und Migrantinnen unterschiedlicher Herkunft miteinander in Kontakt und Austausch treten, ‘Neues erfahren’ und so einander besser kennenlernen.

Hier finden sie umfassende Beratung, können Bildungswünsche verwirklichen, mit anderen Frauen ins Gespräch kommen und Gruppenaktivitäten organisieren. Ein großer Teil der HÎNBÛN-Besucherinnen ist kurdischer Herkunft.
Die Förderung von Kurdinnen im kulturellen und pädagogischen Bereich ist einer der Arbeitsschwerpunkte von HÎNBÛN. Die Bildungs- und Beratungsangebote sowie die Gruppenaktivitäten stehen Frauen aller Nationalitäten offen.

HÎNBÛN verfolgt das Ziel, der Isolation der Frauen entgegen zu wirken, ihr Selbstbewusstsein zu stärken und zu einer Verständigung zwischen der einheimischen und zugewanderten Bevölkerung beizutragen.

HÎNBÛN entstand im Jahr 1981 im Rahmen des Forschungsprojekts "Analyse der Lebenswelten kurdischer Frauen in Berlin", das vom Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft unter Beteiligung des Berliner Senats getragen wurde. Heute ist HÎNBÛN ein von der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen gefördertes interkulturelles Zentrum, offen für Immigrantinnen jeglicher kultureller Herkunft.

HÎNBÛN verfolgt mit seinen Angeboten und Aktivitäten das grundlegende Ziel, die Integration und gleichberechtigte gesellschaftliche Partizipation der Besucherinnen und deren Familien zu fördern.
Voraussetzung hierfür ist die „interkulturelle Öffnung“ aller Institutionen unserer Gesellschaft, damit den Immigrantinnen eine umfassende Teilhabe an den vorhandenen ökonomischen, sozialen und kulturellen Ressourcen ermöglicht wird. Insbesondere muss der uneingeschränkte Zugang zu Bildung, Erwerbsarbeit, zu Sozial- und Gesundheitseinrichtungen und dem öffentlichen Dienst sicher gestellt werden. In diesem Kontext versteht sich HÎNBÛN als „Brückenbauer“, als Institution des Übergangs auf dem Weg in eine eigenständige gesellschaftliche Partizipation.

Im Verlauf der vergangenen Jahre entwickelten sich die Beratungsangebote, insbesondere die Sozialberatung, zu einem Schwerpunkt des HÎNBÛN-Programms, zumal ein großer Teil der Besucherinnen von Sozialleistungen lebt und arbeitslos ist und angesichts der immer komplexer werdenden bürokratischen Anforderungen und Hürden fachliche Unterstützung sucht.
Die negativen Auswirkungen von langjähriger Erwerbslosigkeit, insbesondere finanzielle Notlagen, gesundheitliche Auswirkungen bedingt durch Perspektivlosigkeit, familiäre Spannungen und Stress, treten inzwischen zunehmend in den Vordergrund. Angebote und Initiativen mit dem Ziel, den Ratsuchenden einen Zugang zu Bildung und Arbeit zu erleichtern, nehmen im HÎNBÛN daher einen entsprechend großen Raum ein.  In diesem Kontext erwies es sich immer wieder als sinnvoll und notwendig, die Frauen in ihrem Selbstwertgefühl zu stärken und ihnen ihre Ressourcen und Kompetenzen bewusst zu machen. HÎNBÛN will den Frauen „den Rücken stärken“, so dass sie den Mut aufbringen, neue Wege zu gehen, sich zu qualifizieren, eine Arbeit aufzunehmen und unabhängiger zu werden.
Derartige Bestrebungen erfordern von den HÎNBÛN-Mitarbeiterinnen nicht nur detaillierte fachliche Kompetenzen und Kenntnisse der psychosozialen  Situation und kulturellen Konflikte, in der sich die Migrantinnen befinden, sondern auch eine Haltung, die sich vor allem durch ein hohes Maß an Empathie und solidarische sowie respektvolle Zugewandtheit auszeichnet.

Besondere Beachtung und umfassende Unterstützung will HINBÛN der wachsenden Zahl alleinerziehender Mütter und  alleinstehender Seniorinnen entgegenbringen, zumal diese Gruppen in besonderer Weise den Auswirkungen sozialer Engpässe ausgeliefert sind. Während die jungen Mütter unter anderem vor der schwierigen Herausforderung stehen, eine geeignete Kinderbetreuung zu finden, leiden ältere Immigrantinnen, oftmals Analphabetinnen, unter sozialer Isolation und gesundheitlichen Problemen. Diverse sportlich orientierte Angebote der gesundheitlichen Prävention erweisen sich als effektiver Ausgleich für die oftmals mehrfach belasteten Frauen. So erfreuen sich vor allem Gymnastik-, Fahrrad- und Schwimmkurse großer Beliebtheit.

Des Weiteren bietet HÎNBÛN Kurse, Gruppenangebote, Veranstaltungen zu relevanten und aktuellen Themen sowie Weiterbildungen für Multiplikator/innen. Nach wie vor richten sich die kulturellen Angebote bevorzugt an kurdische Frauen und Familienangehörige, deren Lebenssituation auch in der Emigration durch die Nichtanerkennung ihrer ethnischen Selbständigkeit und damit ihrer sprachlichen und kulturellen Identität gekennzeichnet ist. Insbesondere für die Frauen, die aus politischen Gründen aus den verschiedenen Staaten mit kurdischen Bevölkerungsteilen (Türkei, Irak, Iran, Syrien) fliehen mussten, hat HÎNBÛN in Zusammenarbeit mit Fachkräften seit vielen Jahren Angebote zur Verarbeitung von traumatischen Erlebnissen und seelischen Störungen entwickelt. Dabei konnte sich HÎNBÛN oftmals auf die finanzielle Unterstützung durch das Diakonische Werk und andere kirchliche Einrichtungen verlassen. Kinder- und Jugendarbeit, kulturelle Veranstaltungen und solche zur Förderung der Kenntnisse der eigenen Geschichte, Kunst und Literatur wurden insbesondere für die kurdischen Familien entwickelt und durchgeführt, die in ihren Herkunftsländern einem mehr oder weniger starken Assimilationsdruck ausgesetzt waren.

In Zusammenarbeit mit den Nutzerinnen der Einrichtung entwickelt HÎNBÛN eine Fülle von Angeboten:
Wesentlich ist, sie angesichts einer weitgehend patriarchalisch geprägten Familiensituation und einer mitunter als feindlich empfundenen Umwelt bei der Entwicklung von Selbstbewusstsein und Autonomie zu unterstützen und sie zu ermutigen, sich die Möglichkeiten zu erschließen, die die Gesellschaft ihnen bietet.

Des Weiteren richtet sich HÎNBÛN mit Vorträgen, Diskussionsveranstaltungen, Ausstellungen und Publikationen an die Öffentlichkeit.
Die Außenwirkung, Kontakte und Kooperationsbeziehungen von HÎNBÛN gehen weit über den Bezirk Spandau und auch über Berlin hinaus. Wochenendseminare wurden in verschiedenen Bundesländern durchgeführt. HÎNBÛN hat sich durch die Teilnahme an Konferenzen in mehreren europäischen Ländern, darunter Schweden, Frankreich, Niederlande, Türkei, aber auch im Irak einen Namen gemacht und freundschaftliche Kontakte geknüpft. Unterschiedliche Gruppen besuchen HÎNBÛN, um mehr über seine Arbeit zu erfahren und um in Erfahrungsaustausch zu treten.
Zum Prinzip der HÎNBÛN-Arbeit gehört es, die Selbständigkeit der Migrantinnen zu fördern, damit sie die kompetentesten Vertreterinnen ihrer Anliegen und Probleme werden. Die HÎNBÛN-Besucherinnen wirken bei der Programmgestaltung und der Öffentlichkeitsarbeit im weitesten Sinne mit und sind folglich kompetente Vertreterinnen ihrer Anliegen und Probleme.



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(Aktueller HNBN-Flyer zum Download ]
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